Gaming 2050 - Kerngedanke Szenariostudie

aus dem Kurs "Wissenschaftsreflexion - Methodische Grundlagen der Zukunftsforschung und aktuelle Forschungsbeispiele"

Posted by Marc Julian Schwarz on Thursday, June 24, 2021

Gaming 2050

In den nächsten 30 Jahren bis 2050 wird es besonders viele Entwicklungen in der Computer- und Materialtechnologie geben, welche führende Kräfte in der Zukunft von Gaming sein werden.

Dazu gehört die Entdeckung neuer organischer Materialien, welche die Produktion von biologischen Chips ermöglichen, die schnell und einfach implantiert werden können. Solche Nanocomputer in Kombination mit anderen Wearables wie Kontaktlinsen und Geruchssimulatoren ermöglichen Spielkonzepte, in denen erstmalig alle menschlichen Sinne stimuliert werden können. Basierend auf diesen technologischen Erfolgen entstehen neue Konsummuster, da auch eine Full Body Experience und somit eine vollständige Immersion in die Spielwelt möglich geworden ist. Ein Unterschied zwischen Spiel und Realität ist nun nicht mehr erkennbar.

Allerdings gibt es nicht nur in der Darstellung und dem Konsum von Gaming große Veränderungen. Inhaltlich werden Spiele von der immer weiter voranschreitenden Medienkonvergenz profitieren, da nun noch mehr kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Musicals, Opern und Theater immer auch live in Spielen stattfinden. Dort können Spieler nicht nur zuschauen sondern, auch mit dem jeweiligen Stück interagieren, was zu individuelleren Erlebnissen führt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der E-Sport. Dieser wird in den kommenden Jahrzehnten einen unvergleichlichen Aufschwung erfahren und schafft es somit andere Sportarten in ihrer Popularität zu überholen. Eine neue Art des Tourismus etabliert sich, in dem Fans zu weltweit verteilten Wettbewerben reisen um in riesigen Stadien, welche neu für den E-Sport gebaut wurden, die Spiele anzuschauen.

Durch die Diversifizierung der Gamingindustrie und dem gleichzeitig stattfindendem globalem Wachstum, wird die Branche Top-Arbeitsplätze in einem weiten Spektrum bieten. Dazu gehören nicht nur Berufe aus der IT, sondern auch aus vielen anderen Bereichen, um die bereits beschriebenen neuen Spielkonzepte zu erstellen, Kultur in Spiele einfließen zu lassen und einen weltweit vertretenen E-Sport am Laufen zu halten.

Auch der Staat bekommt den Wandel mit und fördert die Industrie um auch Teil am Erfolg zu haben.

Gleichzeitig wird der Markt aber auch staatlich reguliert um ihn vor extremen Preisschwankungen durch Über- oder Untersättigung zu schützen. Eine Organisation mit Mitgliedern aus allen Ländern, die erfolgreiche Gaming Unternehmen unterstützen, wird die Preise ständig neu evaluieren, um sie dementsprechend anzupassen.

Die Regulierung und Förderung der Gamingindustrie führt zu einer optimalen globalen Verfügbarkeit der Produkte und Dienstleistungen.

Restriktionen werden nicht nötig sein, da neue Erkenntnisse aus der Neurosoziologie zeigen werden, dass durch Gaming ausgelöste Veränderungen in der Gehirnstruktur positive Auswirkungen haben. Schneller Reaktionsgeschwindigkeiten, bessere Koordination und eine Stärkung des Gedächtnisses sind nur einige wenige Beispiele an Eigenschaften, die von Gaming profitieren.