Kann die CDU Startups und Deep-Tech?

Posted by Marc Julian Schwarz on Thursday, September 9, 2021

Diese Frage stellt sich Frank Thelen in seinem neuen Podcast zusammen mit Thomas Jarzombek von der CDU. Sie sprechen über drei verschiedene Themen:

Was wird für Start-ups getan?

Der Zukunftsfonds ist ein neuer Fonds, der mit 20 Milliarden Euro privat finanziert wird und mit 10 Milliarden Euro vom Bund. Insgesamt kommen also rund 30 Milliarden Euro zusammen. Dieser Fonds soll den Zugang zu Kapital für innovative Technologieunternehmen verbessern.

Außerdem unterstützt die CDU das Programm EXIST, das die Gründungskultur an Hochschulen stärken soll.

Norwegen investiert bereits viel in Start-ups und Gründerfonds. Dabei wurden bisher oft Gewinne erzielt, die dann in die norwegische Altersvorsorge geflossen sind. Diesen Weg könnte auch Deutschland gehen, indem der Staat stärker in Startups und kleinere Unternehmen mit guten Produkten investiert und das Investment- und Fondsmanagement von der Politik unabhängig macht.

Deep Tech?

Im Bereich Deep Tech spielt vor allem der DeepTech Future Fund eine Rolle. Er wird aus Mitteln des bereits erwähnten Zukunftsfonds und des ERP-Sondervermögens finanziert. Sein Ziel ist es, innovative deutsche Unternehmen mit hohem Finanzierungsbedarf zu unterstützen. Das sind zum Beispiel Unternehmen, die Technologien für die Luft- und Raumfahrt entwickeln, da diese bereits in der Frühphase einen hohen Kapitalbedarf haben.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) möchte Existenzgründer unterstützen und bietet deshalb Screenings für Start-ups an. Dabei werden das Unternehmen und das Produkt bzw. die Idee hinter dem Unternehmen analysiert. Die Ergebnisse (Machbarkeit, Innovationsgrad etc.) können dann direkt an Investoren weitergegeben werden, um zu entscheiden, in welche Startups investiert werden soll.

Modernisierung des Staates

Im diesjährigen Wahlkampf spricht Armin Laschet von einem Jahrzehnt der Modernisierung. Die öffentliche Verwaltung soll so verbessert werden, dass sie in der nächsten Krise schneller und effizienter handeln kann. Dabei will die CDU vor allem am digitalen Staat arbeiten. Darunter versteht man vor allem automatisierte Bürokratie (z.B. für Echtzeitberichte).

Im Buch Neustaat von Thomas Heilmann werden einige Beispiele beschrieben, wie der Staat modernisiert werden könnte. Unter anderem geht es um Smart Contract, also digitale Verträge, die eine bestimmte Logik enthalten und so Beziehungen zu anderen Verträgen und Dokumenten herstellen können.

Wer ist für die Digitalisierung der Verwaltung zuständig?

Grundsätzlich muss der Staat für die Digitalisierung der Verwaltung verantwortlich sein. Es ist bekannt, dass der Staat nicht sehr gut darin ist, Software für Anwender zu entwickeln. Daher ist es sinnvoll, dass er zunächst eine API zur Verfügung stellt. Auf Basis dieser Schnittstelle können dann Drittanbieter das Frontend entwickeln. → ähnlich der Elster-Schnittstelle für Steuererklärungen

Quellen